Direct Fair Trade und Entwicklungszusammenarbeit bei Flores Farm

Flores Farm GmbH

Quelle: Flores Farm GmbH

Die Stuttgarter Flores Farm GmbH ist mittlerweile ein gut eingeführter Lieferant für hochwertige, fair und direkt gehandelte Trockenfrüchte und Nüsse in Bioqualität aus aller Welt. Angefangen hatte es jedoch mit nur einem einzigen Produkt: Cashewnüssen aus Indonesien.

Von der Wasserpumpe zur Trockenfrucht

Dabei beschäftigten sich dei beiden Gründern ursprünglich nicht mit Trockenfrüchten. Im Gegenteil, Jochen Wolf war Geschäftsführer eines Heizungs- und Sanitärgroßhandels, sein Studienfreund Martin Steckdaub Entwicklungshelfer. Zusammen begleiteten sie 2005 einen gemeinsamen Freund und ein TV Team zu einer Dokumentation auf die indonesische Insel Flores.

Cashew Ernte in Indosnesien

Cashew Ernte in Indonesien, Quelle: Flores Farm GmbH

Ein dortiges Cashewnuss Projekt, das 560 Familien Arbeit und Einkommen bot, drohte nach intensiver Aufbauarbeit, unterstützt durch die Schweizer Entwicklungshilfeorganisation „Swisscontact“, zu scheitern: „Wir waren von dem Projekt tief beeindruckt, da es den Menschen in einer der ärmsten Provinzen Indonesiens eine Zukunftsperspektive gibt, gleichzeitig aber die Prinzipien der Nachhaltigkeit beachtet. Umso mehr traf es uns, als wir erfahren mussten, dass dieses Projekt kurz vor dem Scheitern stand. Hintergrund waren die fehlenden Absatzmöglichkeiten für die Biocashews, so dass die Farmer bereits gezwungen waren, die Nüsse zu niedrigen, von Händlern diktierten Preisen in den konventionellen Markt zu verkaufen. Wir entschlossen uns deshalb, 60 Tonnen Rohnüsse zu kaufen, deren Verarbeitung in die Hand zu nehmen und den Verarbeitungsprozess zu finanzieren.“ So die beiden Gründer.

Die Idee kam gut an, die Nüsse fanden guten Absatz in Deutschland. Doch allein von den Cashewnüssen konnten auch sie nicht leben. Über die letzten Jahr entwickelten Steckdaub und Wolf so Projekt für Projekt, sodass sich das heutige Flores Farm Produktsortiment nun u. a. über Pekannüsse aus Südafrika, Zedernnüsse aus der Mongolei und Physalis aus Peru erstreckt.

Fairer Handel und Entwicklungszusammenarbeit

Physalisanbau in den Anden

Physalisanbau in den Anden,
Quelle: Flores Farm GmbH

Den beiden Gründern geht es dabei nicht nur um den Import und die Vermarktung der Früchte. Flores Farm versteht sich als Partner bei der Förderung und Entwicklung der kleinbäuerlichen Strukturen in den jeweiligen Ländern. „Grundsätzlich gilt, dass wir unseren Partnern, die meist aus kleinbäuerlich organisierten Strukturen stammen, faire Preise, die über den jeweiligen Weltmarktpreisen liegen, zahlen. Diese Preise sichern vor allem die finanzielle Unabhängigkeit unserer Partner. Dadurch erhalten wir bereits bestehende regionale Strukturen aufrecht oder bauen neue auf, um kräftige, sich selbst tragende Zentren zu schaffen, die handwerkliches Wissen bewahren und erweitern wodurch weitere Entwicklungspotenziale geschaffen werden.“ Gemeinsam mit anderen internationalen Spezialisten knüpfen sie Netzwerke um auch im landwirtschaftlichen Bereich und bei der Aus- und Weiterbildung Hilfestellung leisten zu können. So initiierte Flores Farm 2013 gemeinsam mit mymuesli ein Public Private Partnership zur Erzeugung und Verarbeitung von Kapstachelbeeren aus Peru.

Zedern in der Mongolei

Zedern in der Mongolei, Quelle: Flores Farm GmbH

Flores Farm gelingt es, fairen Handel und Entwicklungszusammenarbeit mit zeitgemäßem Marketing zu vereinbaren. So entstehen nicht nur hochwertige und gut gemachte Produkte, sondern auch merkliche Verbesserungen der Lebensbedingungen der Menschen, in den meist kleinbäuerlichen Erzeugergemeinschaften. Flores Farm ist ein weiteres gutes Beispiel, wie direct fair trade und innovativer Unternehmergeist effektive Entwicklungshilfe schaffen können.

www.floresfarm-shop.de

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