direkt, fair, online – Der neue faire Handel

direct fair trade Versandhandel e-commerceTransparenz, Fairness und Nachhaltigkeit sind die aktuellen Trendthemen in Konsumgüterindustrie und Handel. In der Lebensmittelbranche bereits seit einigen Jahren Agenda-bestimmend, nicht zuletzt getrieben durch die jüngsten Lebensmittelskandale, werden diese Themen nun für andere Branchen relevant. Auch Textil- und Kosmetikindustrie werden sich in Zukunft intensiver mit Transparenz, Fairness und Nachhaltigkeit auseinandersetzen müssen. Selbst die Unterhaltungselektronikbranche, bislang nicht als Musterschüler in puncto Nachhaltigkeit geltend, wird mittelfristig einen Fairness Trend erleben. Aktuelle Studien zur Verbraucherwahrnehmung zeigen einen deutlichen Konsumentenwunsch nach mehr „Fairness“.

Aus Verbrauchersicht sind diese Themen in zweifacher Hinsicht relevant. Zum einen besteht ein Bedürfnis nach fair und nachhaltig hergestellten Produkten — Siegel für fairen Handel, bzw. nachhaltigen Anbau und Herstellung erfreuen sich steigender Bekanntheit und Akzeptanz — zum anderen möchten Konsumenten auch beim Einkauf dem Händler vertrauen. Speziell im Versandhandel spielen Vertrauen und Transparenz eine wesentliche Rolle. Im Onlinehandel zeigte sich dies z. B. in den vergangenen Jahren im Trend zu Siegeln für Online Shops. Weiterlesen →

„Ethics sells“ – Produkterfolg durch Kommunikation zusätzlicher „ethischer“ Produkteigenschaften

Source: Flickr / Author: SalFalko

Öko-Lebensmittel mit zusätzlichen „ethischen“ Eigenschaften weisen ein klares Marktpotenzial auf und weder „Fair Trade“ noch „Bio“ decken die dahinterstehenden Konsumentenbedürfnisse komplett ab. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie der Universität Kassel. Im Rahmen der Studie wurden in Experimenten und Befragungen unterschiedliche „ethische“ Produkteigenschaften, wie z. B. „faire Erzeugerpreise“ oder „soziale Kriterien bei der Erzeugung“ auf ihren Einfluss auf die Kaufentscheidung getestet.

Die zentrale Erkenntnis ist, dass Verbraucher zum einen eine weitergehende Orientierung des ökologischen Landbaus an „ethischen“ Kriterien wünschen, zum anderen auch bereit sind, dafür mehr zu bezahlen. Die Studie wurde zwar in konkretem Bezug auf „Öko“-Lebensmittel durchgeführt, evtl. lassen sich die Erkenntnisse aber auch auf den Bereich herkömmlicher Lebensmittel und den Bereich der Fair Trade Produkte übertragen. Weiterlesen →

marketing underutilized and neglected crops

(Article cited from www.bioversityinternational.org)
Grown by the ancient civilizations of the Andes, grains such as quinoa, cañihua and amaranth have been staple crops for communities across Bolivia and Peru for over a millennia. Agricultural practices have changed dramatically over the last decade, and poor rural farmers are cultivating these traditional varieties less due to their poor economic competitiveness with global cereal crops, lack of improved varieties, arduous cultivation practices, difficulty of processing, lack of access to market chains and the negative image often associated with Andean grains as ‘food for the poor’. More recently, less nutritious, convenience foods—made of wheat, rice and maize—have rapidly replaced these ancient grains. To reverse the trend of these ‘neglected and underutilized species’ (NUS), falling into disuse, a global effort commenced in 2001 coordinated by Bioversity International.

Andean_lost_grains_in_Bolivia_and_Perus_1649

 

 


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This publication is part of the Bioversity International’s series of Impact Assessment Briefs that aim to inform readers about the major results of evaluations carried out by the centre. The Briefs summarize conclusions and methods of more formal papers published in peer-reviewed journals.

original article on www.bioversityinternational.org

Thought For Food Summit a greenwashing activity?

Thought for Food Summit Logo„Thought for Food Summit“ was the title of a summit just recently held in Berlin, powered by Syngenta, one of the global actors in the crop science, herbicides and seed business. Along with Monsanto and DuPont, Syngenta is one of the mayor players in this field.

TFF is a platform for students teams from all over the world, to come up with new ideas about world food security. The 2013 Thought For Food Challenge called on students from universities around the world to form teams and produce project proposals – consisting of a business plan and creative pitch – that present an unexpected and out-of-the-box solution. Out of 120 participating teams, 5 finalists (from Kenya, India, the Netherlands and the US) presented their projects at the 3rd „Thought for Food Summit“ in Berlin last weekend.

What was intended as a well meant approach to one of the world’s main challenges, somehow left a slight pale aftertaste. Weiterlesen →

Jung, fair, erfolgreich – die neue Generation im fairen Handel

Sie sind jung, fair und richtig: erfolgreich. Die Rede ist von den jungen innovativen Unternehmen der „dritten Welle“ des fairen Handels. War das Mitleids-Marketing des frühen fairen Handels der 70er bis 00er Jahre noch geprägt vom Goodwill der Initiatoren und Konsumenten, so setzt die neue Generation nun auf Markt und Marke und ist dabei nicht weniger fair als die Vorreiter, die einst den Weg ebneten. Im Gegenteil, der Handel ist sogar direkter geworden. Oft kennen diese Unternehmen ihre Hersteller und Produzenten in den Ursprungsländern persönlich und pflegen direkte, langfristige, nachhaltige Geschäftsbeziehungen auf Augenhöhe. Auf der FA!R 2013 in Dortmund waren einige von ihnen vertreten und ich hatte Gelegenheit mit den Gründern zu sprechen. Weiterlesen →

FA!R2013 – Die Messe rund um den fairen Handel

„Fair Trade & Friends“ so der Titel der diesjährigen Fair Trade Messe FA!R2013 in Dortmund. Schon dieser macht deutlich, dass es sich nicht mehr nur um eine Messe für den Fairen Handel und die Lieferanten der Weltläden handelt, auch Aussteller aus verwandten Bereichen wie Upcycling, Share Economy, Green IT, ethisch einwandfrei hergestellte Textilien und faire start-ups sind vertreten.

Ein Hauch von Generationenwechsel durchweht die Hallen in Dortmund

Westfalenhallen GmbH/Foto: Anja CordFA!R2012Die Umsätze mit fairen Produkten steigen seit Jahren kontinuierlich. Ein Umsatzrekord jagt den nächsten. Aktuelle Studien die im Vorfeld der Messe veröffentlicht wurden belegen dies. Bei Fairtrade International sieht man sogar bald die 1 Mrd. Grenze geknackt. Diese Zuwächse kommen hauptsächlich aus den Bereichen Bananen, Kaffee, Blumen, etc., getrieben durch das verstärkte Interesse der großen Lebensmitteleinzelhändler am Thema Fair Trade. Rückschlüsse auf den qualitativen des Zustandes des fairen Handels lassen sich durch diese Wachstumsraten allerdings nicht ziehen, dazu genügt ein Rundgang auf der Messe. Weiterlesen →

Direct Trade and Fair Trade – Opinions and Examples

With Fair Trade getting more and more popular amongst consumers and manufacturers and different labels, organisations and retail chains jumping on the bandwagon, it’s time to take a look on what could be next. Some young and innovative companies are currently coining the term „direct trade“ or „direct fair trade“. But what’s behind it? Let’s have a look at three examples from the coffee segment.

Coffee Farmer Graciano Cruz on direct fair trade

(previously published on www.bootcampcoffee.com)

Berlin based Coffee Circle on direct fair trade

also visit Moema Republica do Espresso, another Berlin based coffee company to check out their concept of direct fair trade.
moema-espresso-logo-120

…direkt gehandelter Kaffee löst immer öfter „Fair Trade“ ab.

Mehr denn je wird heutzutage von den klein- und mittelständigen Kaffee-Röstern direkt gehandelter Kaffee angeboten. Von den verschiedensten Kaffeefarmen rund um den Globus. Nachhaltiger Anbau – ohne (Fair Trade- oder ähnliche) Siegel. Gleich oft hört man allerdings auch die Frage der Kunden: Direkthandel ist schön und gut, aber ist dieser Kaffee denn auch so fair wie z.B. „Fair Trade“?

Und hier beginnt auch schon die Misere rund um „Fair Trade“. Generell nämlich ist die Bezeichnung „Fair Trade“ irreführend, da sie impliziert, dass jede andere Art des nachhaltigen Kaffeeanbaus unfair sei. So wird die nachhaltige Arbeit vieler hart arbeitender Menschen – im gnadenlosen Wettbewerb – nachteilig bewertet, nur weil diese sich nicht „Fair Trade“ zertifizieren lassen wollen oder können. (weiterlesen auf www.thats-coffee.com)

Artikel von M. Kienreich und J. Volkmann auf www.thats-cofee.com
Den ganzen Artikel lesen auf www.thats-coffee.com

 

Bald nur noch Fair Trade Bananen?

Wie sieht die Zukunft des Fairen Handels aus? Diese Frage diskutierte das handelsjournal mit Jürgen Sokoll (Eine-Welt-Netz NRW), Thomas Speck (Gepa), Dirk Heim (Rewe Group), Claudia Strauß (Weltladen Zeichen der Zeit) sowie Nicole Jäckle und Ben Irion (Supermarché).

Zitate:
„Ich kann mir vorstellen, dass es künftig einige Produktgruppen nur noch noch als fair gehandelte Produkte geben könnte, wie z. B. Bananen, Kaffee oder Tee.“ (D. Heim)
„Vor allem in der Großstadt entwickelt sich ein Konglomerat des richtigen Konsums: Fairtrade, Bio, Veganismus, Recycling usw. Diese Trends mischen sich immer mehr.“  (C. Strauß)

Zum Bericht auf handelsjournal.de

Oialla – Direct Fair Trade „Bean to Bar“ Chocolate

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Oialla Chocolate, Source: Oialla

„Why don’t you produce a chocolate from wild cocoa?“ danish chef and chocolatier Rasmus Bo Bojesen was asked by his wife three years ago. „She almost forced me to do it“ Rasmus says with a twinkle in his eyes, when asked about the story of his „Oialla“ chocolate. Since then, a lot happened and „Oialla“ probably is now one of the world’s best chocolates, at least when it comes to chocolate from wild cocoa.

However, the journey from „bean to bar“ was not easy. The right cocoa had to be found, connections to be established, journeys to be undertaken. Hence, it is even more impressive, that Oialla managed to introduce a product into the market just after one year of exploration and now already enjoys business since two years. Just recently, in May 2013, „Oialla“  launched their new product, the 78% percent cocoa chocolate. Weiterlesen →

Biodiversity Awareness growing worldwide

The worldwide awareness for biodiversity is growing, as a recently launched report shows. Biodiversity can be a source for sustainable growth.  Either through biodiversity-based product innovations (e.g. the commercialization of underutilized species, or conservation by commercialization) or through the communication of already existing ethically sourced products or ingredients, which provides branding opportunities.

(Press release): Paris/Montreal, 19 April 2013 – 75% of consumers surveyed worldwide are aware of biodiversity, while 48% can give a correct definition of the term biodiversity. These are some of the findings contained in the 2013 Biodiversity Barometer report launched today in Paris by the Union for Ethical BioTrade (UEBT). Consumers in Brazil, China and France, according to the study, show a particular awareness about biodiversity. Weiterlesen →

„Fair“ ist das neue „bio“ – Trendstudie zum Fairen Handel

Den Fairen Handel umgibt ein neues Image. Von der Weltladen Nische in den Supermarkt. Vom Spendenimage zum Verkaufsargument. Von der Kommunikationsabteilung zum Kern des Geschäftsmodells.

Westfalenhallen GmbH/Foto: Anja CordFA!R2012

Westfalenhallen GmbH/Foto: Anja CordFA!R2012

Wie Fair Trade in Zukunft zum elementaren Bestandteil des geschäftlichen Handelns wird und welche Perspektiven dies für Verbraucher und Unternehmen mit sich bringt, beleuchtet eine neue Trendstudie.

Fair wird eine ähnliche Entwicklung erleben wie Bio – so lautet ein Fazit der neuen Trendstudie des Zukunftsinstituts Frankfurt, die im Vorfeld der Messe FAIR TRADE & FRIENDS von der Westfalenhallen Dortmund GmbH beauftragt wurde.

Für die Untersuchung zum Fairen Handel wurden themenrelevante Studien und Publikationen ausgewertet und in Zusammenarbeit mit YouGov Deutschland eine Umfrage unter 1.018 Personen im Alter ab 16 Jahren durchgeführt.

Fair Business statt Fair Trade

Die Studie verdeutlicht: Der Faire Handel ist raus aus der Mitleidsecke und auf dem Weg zum Vorzeigestandard. „Fair“ wird sich in Zukunft als übergreifendes Thema auf alle Produkt- und Dienstleistungsbereiche erstrecken. Es entwickelt sich ein neuer Unternehmenstypus, in dem soziales und ökologisches Engagement Kern des Geschäftsmodells ist. Nach den Prinzipien „People, Planet, Profit“. Nachhaltigkeit und Fairness als bloße Mittel der Unternehmens-PR sind passé. Weiterlesen →

Beitrag zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Logo: Beitrag zur UN-DekadeDas UNESCO Nationalkomitee zeichnet mein Blog als offiziellen Einzelbeitrag zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aus. Im Rahmen der UN-Dekade werden Projekte, Maßnahmen und Einzelbeiträge ausgezeichnet, die zur Bildung im Bereich nachhaltiger Entwicklung beitragen. „Das Ziel der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist es, allen Menschen Bildungschancen zu eröffnen, die es ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen sowie Verhaltensweisen und Lebensstile zu erlernen, die für eine lebenswerte Zukunft und eine positive gesellschaftliche Veränderung erforderlich sind (UNESCO 2005).“

Weiterführende Informationen zur UN-Dekade in Deutschland.

The national UNCESCO committee honours my blog as an offical contribution to the „World Decade of Education for Sustainable Development“. The UN decade of education for sustainable development (ESD) comprises projects, activities or single contributions that contribute to education of sustainable development.

More information on „Education for Sustainable Development“.

EU novel food regulation – a barrier to business from biodiversity?

Novel Food Legislation

Source: flickr, Author: R. Casalnuovo

Have you ever wondered, why markets in overseas offer a much broader variety of exotic fruits and vegetables for example, or products that are based on exotic ingredients? Well yes, there might be a couple of reasons, apart from the fact, that they just don’t grow in Europe. Market imperfections, insufficient supply chains, inadequate quality, high transaction costs and maybe simply a different taste. However, from an European perspective, one of the strongest barriers is a legal one: Weiterlesen →

„Die Firmen sollen endlich aufhören, sich auf Konsumenten einzustellen. Sie sollten sich auf sich selbst fokussieren und ihr Dasein hinterfragen: „Was wäre die Welt ohne mich?“

Quelle: Simonetta Carbonaro, in Nachrichten.at

Direkter fairer Handel bei Coffee Circle

Coffee Circle Logo„Unternehmensberater gründen Start-up in Berlin und nutzen Internet als Vertriebskanal…“ – der Nachrichtenwert einer solchen Meldung wäre gering und dies möglicherweise ein Thema für ein anderes Blog.

Und doch gehört es hier her. Warum?

Die drei ehemaligen Unternehmensberater, Martin Elwert, Robert Rudnick und Moritz Waldstein-Wartenberg gründen 2010 das Unternehmen „Coffee Circle“ in Berlin und vertreiben damit hochwertigen äthiopischen Kaffee über das Internet. Fair und direkt gehandelt, nach eigenen Angaben zu Einkaufspreisen über Weltmarktniveau und in direktem Austausch mit den Erzeugern vor Ort. Teile der Erlöse fließen zurück in, zuvor mit der lokalen Bevölkerung definierte, Projekte. Somit entspricht Coffe Circle den Gedanken von „people, planet, profit und purpose“.

Gruender mit Kooperative in Aethiopien

Die Gründer im Gespräch mit einer Kooperative in Äthiopien

Das Prinzip ist nicht neu. Bereits in den 1980er Jahren startete Prof. Günter Faltin mit seiner Teekampagne ein Unternehmen, das dem Gedanken des direkten fairen Handels (direct fair Trade) entsprach. Einfach, transparent, fair und nur die beste Qualität. Das ist bei Coffee Circle ähnlich. Allerdings geht man hier noch einen Schritt weiter.
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Agrarprofit – Guerilla Marketing Aktion für Fair Trade

September 2012. Ein Wochenmarkt irgendwo in Deutschland. Das fiktive Unternehmen „Agrarprofit“ wirbt mit billigen Produkten bei vollkommener Transparenz. Kinderarbeit? Dumpinglöhne? Pestizide? Die Konsumenten sehen und hören es. Und kaufen trotzdem.

Das Experiment wurde von der Gießener Werbeagentur YOOL im Rahmen der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“ durchgeführt. Es macht deutlich: Die Verfügbarkeit von Informationen und Transparenz über Herkunft und Herstellung alleine reichen nicht aus. Die Konsumenten müssen tatsächlich realisieren, was sie kaufen und bewusst entscheiden ob sie es kaufen. Mitdenken ist das Stichwort.

Die Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“ wurde vom Weltladen Dachverband und Naturland initiiert. Mehr Informationen zu Oekoplusfair unter: www.oekoplusfair.de

 


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